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Private Krankenversicherung für Selbstständige

Bei der Krankenversicherung für Selbständige gilt folgendes: Unternehmer  und Freiberufler müssen keine Einkommensgrenzen für die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung erfüllen. Zudem können Unternehmer und Freiberufler von vielen Vorteilen gegenüber gesetzlich Versicherten einer Krankenkasse profitieren. Hier zu beachten ist: Haben sich Selbstständige oder Freiberufler vor dem Hinter­grund der Entschei­dung für eine private Kranken­versiche­rung (PKV) einmal von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) befreien lassen, gilt dies un­wider­ruflich. Die Rückkehr in das gesetzliche System kann erst dann noch einmal möglich werden, wenn sich der Versicherte in ein Angestelltenverhältnis begibt. Dann sind die Regelungen zur Krankenversicherung für Angestellte zu beachten. Bei einer Arbeitslosigkeit greift in der Regel das gesetzliche System als Kranken­versicherungs­schutz für die Zeit der Arbeitslosigkeit.

Für nebenberuflich Selbstständige

Für die Krankenversicherung ist immer die haupt­berufliche Tätigkeit von Bedeutung. Sofern Sie lediglich neben­beruflich selbständig sind, gelten die haupt­beruflichen Versicherungs­regelungen, z.B. als Angestellter.

Voraussetzungen für Nebenberuf:

  • Maximal 18 Stunden pro Woche für die Selb­ständigkeit aufgewendet
  • Ein­kommen nicht über dem der Haupt­tätigkeit

Die Einkünfte aus der nebenberuflichen Selb­ständig­keit werden bei der Berech­nung der gesetzlichen Krankenkassen­beiträge herangezogen. Deshalb muss die Neben­tätigkeit bei der Krankenkasse gemeldet werden.

Haben Sie als Selbstständiger/Freiberufler ein Bruttojahreseinkommen (zu versteuerndes Einkommen von über 56.250 € (Stand 2020) – zahlen Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung den Höchstbeitrag in Höhe von ca. 855,47 € pro Monat (Stand 2020).

Für diesen Beitrag erhalten Sie nur eine medizinisch notwendige Behandlung. D.h. wenn es darüber hinaus eine deutlich bessere Behandlungsmethode gibt bzw. ein Arzt der von der Krankenkasse nicht zugelassen ist (z.B. Privatklinik) können Sie diese Behandlung über die Krankenkasse nicht in Anspruch nehmen. Mit anderen Worten: Sie zahlen die Behandlung aus Ihrer eigenen Hosentasche, obwohl Sie schon den Höchstbeitrag in Höhe von 855,47 € zahlen.

Deshalb macht es Sinn, wenn Sie die Möglichkeit haben sich privat zu versichern, diese Investition für Ihre Gesundheit und Ihren Geldbeutel zu tätigen.

Sie können die PKV-Kosten für Selbstständige für sich als steuerlich geltend machen. Grundsätzlich ist dabei ein sozialhilfegleiches Leistungs­niveau (Basisschutz) entsprechend dem Leistungskatalog der gesetzlichen Kranken­versicherung steuerbegünstigt – und zwar für alle Familienmitglieder und Lebenspartner in eingetragener Lebenspartnerschaft.

Von der Steuer absetzbar sind die Kosten der privaten Krankenversicherung, die auf den Basisschutz entfallen. Als Faustformel können Sie folgendes annehmen: Je nach vereinbarten Leistungen sind mindestens 80 Prozent Ihrer gezahlten Krankenversicherungsbeiträge begünstigt und somit als Sonderausgaben absetzbar, die genaue Summe ermittelt die private Kranken­versicherung jedes Jahr und stellt Ihnen dafür eine Steuerbescheinigung aus.

Familie:

Sind Sie verheiratet oder haben Kinder, so können diese ebenfalls gegen eigenen Beitrag mitversichert werden.

Der Gesundheitszustand

Vom Grundsatz her werden die Kosten für die private Krankenversicherung nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und den von Ihnen ausgewählten Leistungen berechnet. Das entscheidende Merkmal ist der Gesundheitszustand.

Hat eine versicherte Person beispielsweise eine chronische Erkrankung oder leidet unter einer Folgeerkrankung eines Unfalls, kann die Versicherung Risikozuschläge (RZ) vereinbaren.

Im härtesten Fall kann es zu einer Ablehnung durch den Versicherer kommen. In bestimmten Fällen gibt es einen sogenannten Annahmezwang (Kontrahierungszwang). Dadurch muss die private Krankenversicherung den Kunden unabhängig von der Vorerkrankung annehmen. Hierunter fallen insbesondere Personen bei der ersten Verbeamtung (Beamte).

Deshalb ist es empfehlenswert vor der Antragstellung eine anonyme “Risikovoranfrage” an die jeweiligen Versicherer zu senden, die in die engere Auswahl kommen.

Dabei urteilt jeder Versicherer unterschiedlich über die Erkrankung. Versicherer “A” nimmt z.B. einen Zuschlag von 30%, Versicherer “B” im Gegensatz versichert Sie ohne Zuschläge. Um diese “anonyme Risikovoranfrage” zu stellen, empfiehlt es sich einen Versicherungsmakler der sich hauptsächlich nur mit privaten Krankenversicherungen beschäftigt und daher Spezialist in diesem Bereich ist aufzusuchen.

Checkliste zum Wechsel in die private Krankenversicherung

Damit Sie in die private Krankenversicherung wechseln können, müssen Sie diese 3 wichtigen Fragen stellen und mit „Ja“ beantworten können.

✅ 1. Möchte ich mindestens für das gleiche Geld, was ich derzeit für die gesetzliche Krankenversicherung eine deutliche bessere medizinsche Versorgung?

✅ 2. Möchte ich mindestens die gleichen Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung haben, dafür aber deutlich weniger an Krankenversicherungbeiträgen pro Monat investieren?

✅ 3. Bin ich vom Grundsatz her gesund und kann in eine private Krankenversicherung aufgenommen werden?

Vorteile & Nachteile

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Die Bestandteile einer privaten Krankenversicherung

Leichter als Gedacht, bauen Sie sich Ihren individuellen Krankenversicherungsschutz nach dem Bausteinprinzip zusammen.

Ambulanter Baustein

z.B. Behandlung beim Haus-/Facharzt, Medikamente, Heilpraktiker etc.

Kranken-Tagegeld Baustein

Einkommensersatz im Krankheitsfall. Täglich gezahltes Krankengeld zur Sicherung des Lebensunterhalts bzw. laufenden Kosten.

Stationärer Baustein

z.B. Krankenhaus Behandlung, Stationärer Aufenthalt, Operationen etc.

Beitrags-Airbag

Vereinbarung, dass der Beitrag im Rentenalter automatisch um z.B. 200 € sinkt.

Zahn Baustein

Behandlung beim Zahnarzt, Zahnbehandlung, Kontrolluntersuchungen, Zahnersatz z.B. Kronen, Implantate etc.

Pflegezusatz Baustein

Erweiteter Schutz für die Pflegebedürftigkeit. Höhere Kosten werden hierüber gedeckt. Das eigene Vermögen muss dafür nicht aufgelöst werden.

Pflegepflicht Baustein

Private Pflegeversicherung analog der gesetzlichen Pflegeversicherung zur Deckung der ambulanten- als auch der stationären Pflegekosten.

Auslandsreise-Kranken Baustein

Ergänzung zur privaten Krankenversicherung für Auslandsaufenthalte wie z.B. Transport mit dem Flugzeug oder dem Hubschrauber im Krankheitsfall.

Der Vorteil der privaten Krankenversicherung (PKV) ist, dass sich jeder Versicherte seine Leistungen mit den für ihn passenden Bedingungen selbst zusammenstellen kann. Das macht allerdings viel Arbeit und kostet viel Zeit. Das bedeutet zuerst, die einzelnen Klauseln zu verstehen, einzuordnen und dann zu entscheiden, ob die Leistungen wirklich wichtig sind.

Vom Grundsatz her gilt: Was in den Versicherungsbedingungen (AVB’s) an Leistungen vereinbart ist, bleibt über die gesamte Vertragslaufzeit bestehen. Leistungskürzungen sind wie dies z.B. in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorsieht, sind in der privaten Krankenversicherung nicht möglich. Ebenfalls gilt: Was nicht drinsteht, wird nicht erstattet. Achten Sie daher auf schwammige Formulierungen. Sagt der Versicherer zum Beispiel nur zu, etwas nach vorheriger Genehmigung oder gesonderter Vereinbarung zu erstatten, können Sie sich nicht immer darauf verlassen, diese Genehmigung auch zu erhalten.

Grundsatz Leistungen

Arzthonorare – In Deutschland rechnen Ärzte bzw. Zahnärzte nach der Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ) oder Zahnärzte (GOZ) ab. Für die meisten durchgeführten Behandlungen reicht es, wenn das Versicherungsunternehmen den Regelhöchstsatz (2,3-fache der GOÄ/GOZ) oder den Höchstsatz (3,5-fache) erstattet. Tarife, die weniger als den Regelsatz erstatten, sind nicht empfehlenswert und sollten daher auch nicht ausgewählt werden. Wer auch Behandlungen durch Experten, Privatkliniken oder im Ausland versichern möchte, sollte einen Tarif auswählen, der auch über dem Höchstsatz der (GOÄ/GOZ) oder ohne Bezug auf die Gebührenverordnung Leistungen erstattet.

Versicherte, die im Ausland leben, sollten außerdem gegen Beitragszuschlag vereinbaren, dass die Übernahme der Kosten nicht auf das deutsche Niveau begrenzt ist. Sonst bleiben sie wahrscheinlich auf höheren Rechnungsbeträgen sitzen. Bei einer Behandlung im Ausland ist es außerdem definitiv sinnvoll, dass die Kosten nicht auf ortsübliche oder landesübliche Sätze beschränkt sind, sondern darüber hinaus Leistungen erstatten. Im Leistungsfall können Sie sich mit Ihrer Versicherung sonst darüber streiten, was nun landesüblich ist und was nicht.

Arztwahl – Hausarzttarife oder Tarife mit Primärarztprinzip schreiben vor, dass der Versicherte als erstes einen bestimmten Arzt aufsuchen muss. Sonst kann die Versicherung ihre Leistungen kürzen.Wird das “Primärarztprinzip” nicht beachtet, so erstattet der Krankenversicherer trotzdem die Leistungen. I.d.R. sind dies je nach Versicherer zwischen 70-80% des Rechnungsbetrages. Bei einer vereinbarten freien Arztwahl kann ein Patient dagegen sofort einen Facharzt aufsuchen und unter den niedergelassenen Ärzten allein die Auswahl treffen. Wer im Krankenhaus bzw. in der Privatklinik vom Chefarzt behandelt werden möchte, muss die stationäre privatärztliche Behandlungen  mitversichern. Sind Behandlungen durch Heilhilfsberufe wie Masseure oder Physiotherapeuten für Sie wichtig, muss dies gesondert vereinbart werden.

Medikamente – Achten Sie bei den Medikamenten auf mögliche Selbstbehalte (SB) oder auf Beschränkungen im Erstattungsumfang. Beschränkungen können entweder maximal sein z.B. max. 250 € oder prozentual z.B. max. 80%.  Am besten sollte die Erstattung von Generika nicht beschränkt sein. Ebenso wie  Mittel zur künstlichen Ernährung, sowohl über eine Sonde als auch den Venenkatheter, müssen in den Bedingungen extra aufgeführt sein, damit diese erstattungsfähig sind.

Hilfsmittel – Bei den Hilfsmitteln geht es um die Erstattung von lebenserhaltenden Hilfsmitteln (z.B. Beatmungsgeräte, Geräte zur künstlichen Ernährung), orthopädischen Hilfsmitteln wie Gehhilfen, Körperersatzstücken (Prothesen, Kunstaugen), elektrischen Krankenfahrstühlen aber auch Blindenhunden, künstlichen Kehlköpfen oder Sehhilfen. Hier gilt: Wer darauf angewiesen ist, möchte im Ernstfall diese Hilfsmittel in bestmöglicher Qualität erstattet bekommen.

Schauen Sie deshalb bei allen Hilfsmitteln darauf, inwieweit diese erstattungsfähig sind. Unter Umständen gibt es prozentuale oder preisliche Begrenzungen. Einige Versicherungsunternehmen erstatten auch nur eine einfache Ausführung. Was genau als „einfache Ausführung“ gilt, wird dann erst im Leistungsfall festgelegt. Achten Sie daher auch auf die Höhe der maximalen Erstattung. Reicht diese auch noch in 30 Jahren trotz Inflation und medizinischem Fortschritt aus? Oder buchen Sie lieber etwas mehr Leistungen dazu um auf Nummer sicher zu gehen?

Der genaue Umfang der Leistung steht im Hilfsmittelkatalog der Versicherung. Diesen finden Sie in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB’s). Bei einem geschlossenen Katalog gibt es eine Liste an Hilfsmitteln, die erstattet wird. Diese Liste ist abschließend – was nicht darauf steht, wird auch in Zukunft nicht erstattet, selbst wenn es das Hilfsmittel heute noch nicht vorhanden sind. Ist der Katalog offen formuliert, werden in Zukunft auch Neuerungen bezahlt, was langfristig gesehen definitiv sinnvoll ist.

Auch eine Mischung aus den zwei Varianten ist hier möglich: eine abgeschlossene Liste mit offenen Formulierungen. Da niemand vorhersehen kann, was er in Zukunft einmal benötigen wird, ist es wichtig, bei den Hilfsmitteln auf eine möglichst umfassende Erstattung zu achten. Ein möglichst offener Katalog ist vorzuziehen, aber meist auch teurer. Die Frage ist natürlich, möchten Sie lieber etwas mehr in Ihre Gesundheit investieren?

Ebenfalls sollten Blindenhunde z.B. erstattet werden – diese sind sehr kostenintensiv und im Ernstfall existenziell.  Genauso verhält es sich mit hochwertigen Prothesen oder sprachgesteuerte Krankenfahrstühle für Betroffene. Oft reicht es aus, wenn die Kosten für die Miete der Geräte übernommen werden. Brillen dagegen können Versicherte gut selbst bezahlen und müssen nicht zwangsläufig mitversichert werden.

Zahnleistungen – Die Versicherungsbedingungen (AVB’S) unterscheiden zwischen der Zahnbehandlung (ZB), Zahnersatz (ZE) und Kieferorthopädie (KO). Oftmals gibt es für jeden Bereich andere Regeln und Erstattungshöhen.

Achten Sie zuerst auf die Zahnstaffel. Sie begrenzt die Zahnleistungen meist in den ersten 5 Jahren auf einen bestimmten Höchstbetrag – entweder für die gesamte Zeit oder pro Jahr. Üblich sind bis zu fünf Jahre, doch auch längere Begrenzungen sind je nach Tarif möglich. Manchmal gilt die Zahnstaffel nur für Zahnersatz. Wählen Sie daher einen Tarif, der bei einem Unfall auf die Zahnstaffel verzichtet und leistet.

Prüfen Sie dann bei Zahnbehandlung und Zahnersatz die Erstattungshöhen. Sehr gute Tarife übernehmen Zahnbehandlung voll zu 100%und Zahnersatz zu 80 oder 90%. Schauen Sie außerdem auf Leistungen bei Inlays und Implantaten sowie die Erstattung von Material- und Laborkosten. Einige Tarife begrenzen die Anzahl der Implantate auf z.B. 6 pro Kiefer. Viele Tarife erstatten Kieferorthopädie bei Erwachsenen nur, sofern auch die gesetzliche Krankenversicherung sich beteiligt.

Notwendige Leistungen

Psychotherapie – Die Psychotherapie ist in den Versicherungsbedingungen (AVB’s) sowohl ambulant als auch stationär grundsätzlich mitversichert als medizinisch notwendige Behandlung. Allerdings beschränken die meisten Versicherer den Versicherungsschutz – vor allem im ambulanten Bereich. Empfehlenswert sind mindestens 50 Sitzungen zu versichern. Achten Sie am besten darauf, möglichst wenige Beschränkungen zu haben, etwa prozentuale Beteiligungen oder vorherige Genehmigung durch das Versicherungsunternehmen.

Im stationären Bereich sollten die versicherten Tage möglichst nicht beschränkt sein. Wer auch von Psychotherapeuten behandelt werden möchte, muss dies extra vereinbaren. Diese Klausel ist ratsam, da die Behandlung meist bei Psychologischen Psychotherapeuten erfolgt – und nicht bei Fachärzten für Psychotherapie. Es gibt schlicht mehr Psychotherapeuten als Fachärzte.

Heilmittel – Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Podologie sollten mitversichert sein, da es meist nicht nur bei der ersten Behandlung bleibt. Eine dauerhafte Therapie ist sehr kostenintensiv. Achten Sie darauf, dass diese nicht nur bei Ärzten, sondern auch durch Therapeuten erfolgen darf.

Stationäre Versorgung – Wer die Möglichkeit der Behandlung in Privatkliniken oder ausländischen Krankenhäusern erhalten möchte, sollte bei seinem Versicherer einen Tarif wählen, der die Erstattung der Krankenhauskosten nicht auf die Regeln der Bundespflegesatzverordnung, des Krankenhausentgeltgesetzes oder der Fallpauschalenvereinbarung begrenzt, sondern darüber hinaus leistet. Denn in solchen Kliniken können die Kosten deutlich höher ausfallen.

Viele spezialisierte Kliniken, zum Beispiel Herz-Zentren oder Krankenhäuser in Kurorten z.B. in Bad Zwischenahn, sind sogenannte gemischte Anstalten. Denn sie bieten neben den normalen Behandlungen auch Rehabilitation oder Kuren an. Normalerweise sind diese Krankenhäuser nicht mitversichert bzw. müssen Sie im Vorfeld die Genehmigung des Versicherers einholen um dort behandelt zu werden.

Wenn Sie trotzdem dort behandelt werden möchte, muss den Aufenthalt dort gezielt mitversichert werden. Als Bewohner eines Kurorts sollten Sie besonders darauf achten, dass ihr Tarif unkompliziert die Behandlung in einer gemischten Anstalt erstattet – alle anderen sollten zumindest im Notfall solche Kliniken aufsuchen dürfen. Denn oft sind diese das einzige Krankenhaus vor Ort.

Eine handvoll Versicherer verlangen, dass Patienten ihren Aufenthalt im Krankenhaus innerhalb einer Frist melden – sonst wird die Leistung gekürzt. Wählen Sie möglichst einen Tarif ohne Meldungsfrist.

Kurortklausel – Vom Grundsatz her sind ambulante Behandlungen in einem Kurort nur versichert, sofern es sich um eine akute Erkrankung oder einen Unfall handelt oder der die versicherte Person dort ihren Wohnsitz hat. Der Tarif sollte auf die Klausel wenn möglich verzichten.

Geltungsbereich – Über den Geltungsbereich der Versicherung müssen sich alle versicherten Personen Gedanken  machen, bei denen Urlaubsreisen länger als einen Monat andauern, die möglicherweise im Ausland arbeiten oder sogar langfristig dort leben möchten z.B. 6 Monate im Sommer und 6 Monate im Winter.

Die meisten Tarife haben Ihren Geltungsbereich im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR), also in der Europäischen Union und zusätzlich Island, Norwegen und Liechtenstein. Die Schweiz (CH) gehört nicht dazu. Wer diese Länder für längere Zeit verlässt – zum Beispiel für einen ausgedehnten Urlaub –, muss beachten, unter welchen Voraussetzungen der Vertrag trotzdem bestehen bleibt und der Versicherer Leistungen erbringt.

Ebenfalls zu prüfen ist, für welchen  Zeitraum genau für die Versicherung noch als Urlaub oder schon als Verlegung des „regelmäßigen Aufenthaltsortes“ gilt. So kann zum Beispiel eine dreimonatige Reise bereits dazu führen, dass der Vertrag aufgehoben wird. Einige Tarife behalten den Vertrag aber bei, wenn zum Beispiel weiterhin eine Postadresse in Deutschland vorhanden ist.

Für kurze bzw. spontane Urlaubsreisen bis zu einem Monat besteht in der Regel auch außerhalb des EWR Versicherungsschutz. Einige Tarife verlängern den Zeitraum auf mehrere Monate oder bieten sogar unbegrenzten Schutz an. Daher sollten Sie diesen Punkt vor Reiseantritt prüfen und ggf. Rücksprache mit dem Versicherer halten.

Bei den meisten Tarifen ist es ratsam, zusätzlich eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Diese ist relativ preiswert und sichert Ihnen den Rücktransport aus dem Urlaubsland zurück. Beachten Sie auch, wie lange genau sich der Schutz verlängert, wenn Sie zum Beispiel wegen eines Unfalls ungeplant länger bleiben müssen.

Anschlussheilbehandlung/Kur/Reha – Normalerweise übernimmt die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) oder gesetzliche Unfallversicherung (GUV) die Kosten einer Reha oder Anschlussheilbehandlung, die der Erholung nach einem Klinikaufenthalt dient. Es kommt immer auf den Geltungsbereich an bzw. in welche Zuständigkeit Ihr Fall fällt. Wer aber nicht dort versichert ist bzw. sich hat befreien lassen oder sich möglicherweise einmal selbständig macht, sollte besonders auf diese Klausel achten, um Reha-Maßnahmen zu mitzuversichern.Mit dieser Klausel ergänzen private Krankenversicherer die Leistungen für Angestellte der gesetzlichen Versicherungen.

Behandlungen sollten vom Grundsatz her versichert sein, nicht nur bei schweren oder vorab definierten Erkrankungen. Besonders die Definition schwerer Erkrankungen ist Auslegungssache und resultiert des öfteren in Unstimmigkeiten. Beachten Sie die Fristen, die bis zum Antritt der Behandlung eingehalten werden müssen. Kurze Fristen lassen sich je nach Erkrankung kaum fristgerecht einhalten – am besten ist daher der Verzicht auf Fristen oder ein Aufschub, bis der Beginn medizinisch möglich ist.

Überprüfen Sie, welche Kosten genau übernommen werden, sofern es keinen gesetzlichen Leistungsträger gibt, oder wie dessen Leistungen möglicherweise durch die private Krankenversicherung ergänzt werden. Weitere Entziehungsmaßnahmen etwa bei einer Alkoholsucht sollten zusätzlich vereinbart werden. Die erste Entziehung sollte möglichst versichert sein.

Palliativversorgung/Hospiz – Haben Sie ein Auge auf die Erstattung der Kosten für eine Palliativ- oder Hospizversorgung. Einige Tarife und Versicherer beschränken vor allem die Leistungen der Palliativmedizin. Zumindest stationäre und teilstationäre Hospizversorgung sollten aber mitversichert sein.

Transport -Bei einem Transport geht es sowohl um die ambulanten Behandlungen als auch die ins Krankenhaus. Bei ambulanten Behandlungen sollte der Transport in Notfällen oder zur Erstversorgung nach Unfall mitversichert sein. Außerdem ist es definitiv sinnvoll, Transport zu Dialyse-, Strahlen- und Chemotherapie zu mitversichern. Sowohl im stationären als auch ambulanten Bereich sollten möglichst alle Transportmittel, wie z.B.  Hubschrauber, erstattet werden. Wählen Sie wenn die Möglichkeit besteht, Tarife ohne Beschränkung der Entfernung, auf den nächstgelegenen Behandler oder auf Höchstbeträge.

Individuell zu vereinbarende Leistungen

Vorsorgeuntersuchungen/Impfungen – Vorsorgeuntersuchungen sind grundsätzlich im Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert. Einige private Tarife erstatten auch zusätzliche Untersuchungen. Dagegen müssen Schutzimpfungen gesondert in den Versicherungsbedingungen aufgeführt werden. Der Umfang sollte mindestens den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) entsprechen.

Familienleistungen – Wer die Familienplanung noch nicht abgeschlossen hat, sollte auch auf Familienleistungen des Tarifs achten. Nicht alle Versicherungen bezahlen Pränatal-Diagnostik oder künstliche Befruchtung. Anders als in der GKV müssen Privatversicherte in vielen Tarifen während der Elternzeit ihre Beiträge weiterzahlen. Neugeborene sind ohne Gesundheitsprüfung privat krankenversichert. Wer selbst nur einen Basis-Schutz hat, sollte bedenken, dass der Schutz der Kinder nicht höher oder umfassender sein darf als der der Eltern.

Heilpraktiker – Viele Tarife bezahlen Heilpraktiker nur eingeschränkt. Wer darauf Wert legt, sollte auf dieses Merkmal achten. Bei der Erstattung von Honoraren reicht der Höchstbetrag der Gebührenverordnung für Heilpraktiker (GebüH) in der Regel aus.

Häusliche Krankenpflege – Sie ist eine Ergänzung zur häuslichen Pflege, die von der Pflegepflichtversicherung bezahlt wird. Es geht um die Krankenpflege zu Hause, die einen Krankenhausaufenthalt verkürzt oder vermeidet. Wer Wert darauf legt, sollte auf diese Klauseln achten

Einbettzimmer – Das Einbett- oder Zweibettzimmer sollte nicht das Auswahlkriterium eines Tarifs sein.

Sehhilfen – Einige Tarife erstatten die Kosten für Brillen, Kontaktlinsen oder Laser-Behandlungen (Lasik). Im März 2017 urteilte der Bundesgerichtshof, dass Lasik zur Korrektur von Fehlsichtigkeit als „medizinisch notwendige Heilbehandlung wegen Krankheit” gilt. Daher muss die Krankenversicherung den Eingriff bezahlen, sofern diese Formulierung in den Versicherungsbedingungen steht (BGH 29. März 2017 – IV ZR 533/15). Wer Wert auf eine Erstattung für Brillen legt, muss dies extra mitversichern.

Wechselmöglichkeiten – Um während der gesamten Vertragslaufzeit möglichst flexibel zu bleiben, sollten Sie auf die Wechselmöglichkeiten des Tarifs achten. Besonders wichtig ist das für Versicherte mit nur geringen Leistungsumfang. Bei den Wechselmöglichkeiten sichert die private Krankenversicherung unter verschiedenen Bedingungen das Recht zu, den Versicherungsschutz zu erhöhen oder den Selbstbehalt zu reduzieren – ohne eine sonst übliche Gesundheitsprüfung oder Wartezeit. Meist gibt es dafür feste Termine, Altersgrenzen oder Auslöser: etwa Heirat oder Verbeamtung.

Sollte ein Versicherter der privaten Krankenversicherung den Rücken kehren wollen, ist für ihn ein Tarif geeignet, der die Vollversicherung in private Zusatzversicherungen umwandelt. So gehen angesammelte Altersrückstellungen nicht verloren.

Selbstbehalt/Beitragsrückerstattung – Die Selbstbeteiligung drückt den monatlichen Beitrag. Wer selten zum Arzt geht, kann also sparen. Um die Preise ehrlich zu betrachten, muss man den Selbstbehalt allerdings in den Beitrag miteinrechnen. Und Achtung: Eine hohe Selbstbeteiligung lässt sich nur mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verringern – mit zunehmendem Alter ist das also schwierig.

Für Selbständige lohnt sich eine höhere Selbstbeteiligung mehr als für Angestellte. Denn bei Angestellten zahlt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags, beteiligt sich aber nicht am Selbstbehalt. Beachten Sie, dass es mitunter für Teilbereiche der Versicherung, beispielsweise der Zahnbehandlung, andere Selbstbeteiligungen gibt.

Eine mögliche Beitragsrückerstattung sollte nicht für die Tarifwahl ausschlaggebend sein. Denn die Höhe der Rückerstattung hängt vom erwirtschafteten Überschuss der Versicherung ab und kann sehr niedrig ausfallen. Außerdem ist es nicht sinnvoll, für eine Beitragsrückerstattung möglicherweise auf notwendige Arztbesuche zu verzichten.

Krankentagegeld – Besonders Gutverdiener oder Selbständige sollten ein Krankentagegeld mitversichern. Für Selbständige ist dies meist die einzige Möglichkeit, sich gegen einen vorübergehenden Verdienstausfall durch Krankheit abzusichern. Daher ist es für sie meist sinnvoll, bereits ab dem 29. Tag ein Krankentagegeld zu vereinbaren. Angestellte bekommen sechs Wochen lang den Lohn vom Arbeitgeber fortbezahlt. Danach zahlt bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern die Kasse ein Krankengeld – Privatversicherte müssen dies extra vereinbaren. Sinnvoll ist daher ein Krankentagegeld für Arbeitnehmer ab dem 43. Tag.

Beitragsentlastung – Um Versicherte im Alter zusätzlich zu entlasten, bieten viele private Krankenversicherungen einen Beitragsentlastungstarif an. Das bedeutet, dass der Versicherte zusätzlich zu seinen Beiträgen, in denen bereits Altersrückstellungen enthalten sind, einen Betrag an die PKV überweist, der für das Alter angespart werden soll. Dieses Geld, meist bis zu 100 Euro im Monat, investiert die Versicherung in der Regel in eine Lebensversicherung. Ab dem 66. Lebensjahr senkt sie mit dem Kapital daraus den monatlichen Beitrag um eine vorher zugesicherte Summe.

Doch Vorsicht: Der Betrag für die Beitragsentlastung wird auch im Alter weiterhin fällig. Zahlen Sie dafür beispielsweise 65 Euro und sichert die Versicherung eine Beitragsentlastung von 150 Euro zu, bleibt am Ende nur eine Ersparnis von 85 Euro über. Die Anlage in eine Lebensversicherung lohnt sich meist nicht.

Besser ist es, selbst Geld zurückzulegen. Nur wer den Arbeitgeberanteil noch nicht ganz ausgeschöpft hat, profitiert möglicherweise von einem Beitragsentlastungstarif.

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